Igel

Der IGEL
Der Igel ist bei uns häufig an Waldrändern und Bachläufen, in Wiesen und auch Gärten anzutreffen.
igel[1]

Igel sind Wildtiere!

So putzig sie auch sein mögen und so nett und geschäftig sie sich ihren Weg auch bei menschlichen Behausungen suchen und die Vorteile der Zivilisation nutzen, indem sie die Futterschüssel von Hund oder Katze leeren.

Einem gesunden, kräftigen Igel bereitet man am meisten Freude, indem man ihm einen geeigneten Lebensraum schafft: Hecken, Blumenwiesen, Versteckmöglichkeiten, Wasserstelle…
Weiters sollte man Möglichkeiten zur witterungsgeschützten Überwinterung anbieten (z.B. Reisig- und Laubhaufen, Zugang zu Hütten, andere überdachte Stellen mit Versteckmöglichkeit)
Wenn der Raum begrenzt und Straßen angrenzen, kann es für den Igel aber auch am sichersten sein, ihn vorsichtig (mit Handschuhen) hochzunehmen, ihn für den Transport in eine Schachtel zu setzen und ihn weitab von Straßen in einem geeigneten Lebensraum freizulassen.
Wann ist ein Igel in Not und braucht Ihre bzw. tierärztliche Hilfe?

* Herbst: „Untergewichtige“ Jungigel
Richtwert zur Entscheidungsfindung: Gewicht des Jungigels im November deutlich unter 500 g

zwei_igel[1] kleine_igel[1]

* Winter: ein Igel ist bei Eis und Schnee im Freien unterwegs – Igel halten Winterschlaf

(Altigel verlassen nur „aus triftigen Gründen“ Ihr Quartier, entweder sie sind krank oder ihre Zufluchtstätte wurde zerstört,
Jungigel haben evtl. das nötige Winterschlaf-Gewicht noch nicht erreicht und suchen verzweifelt nach Futter)

* Kranke und verletzte Igel:
(Unfälle mit Autos oder landwirtschaftlichen Fahrzeugen, Verbrennungen durch Abbrennen von Reisig-/Laubhaufen, Schnittwunden
durch Rasenmäher/Sensen…)

* verwaiste Jungigel:
noch blinde Igelbabys+Jungigel: Muttertier zeigt sich auch nach mehreren Stunden vorsichtiger Beobachtung nicht
WICHTIG: Jungigel im Alter zwischen 3 und 4 Wochen verlassen oft auch utnertags für kurze Zeit das Nest. Sie finden alleine wieder
zurück und sind unbedingt in Ruhe zu lassen!

WICHTIG:
Ein Igel soll nur wenn wirklich notwendig in menschliche Obhut kommen.
In unklaren Situationen kann es sehr viel sinnvoller sein, dort, wo das Junge/die Jungen beobachtet wurden, mit Hunde- oder Katzenfutter aus der Dose zuzufüttern. Der Geruchssinn ist sehr gut ausgeprägt und die Lerngeschwindigkeit ist bemerkenswert hoch. Sie finden daher ausgelegtes Futter sehr schnell.